Gebäudereinigung in Berlin und Brandenburg
Gestapelte Umzugskartons in einer hellen, frisch fertiggestellten Wohnung

Bauendreinigung vor der Übergabe: Ablauf und Checkliste je Raum

Ratgeber21. Oktober 20265 Min. Lesezeit

Die Handwerker sind abgezogen, der Übergabetermin steht, und trotzdem liegt auf jeder Fensterbank ein grauer Film. Genau an dieser Stelle entscheidet sich, wie die Abnahme verläuft. Ein Käufer oder Mieter sieht keinen Estrich und keine Elektrik, er sieht Schlieren auf dem Glas, Farbspritzer auf dem Fliesenboden und Kleberreste am Fensterrahmen. Wer die Bauendreinigung als letzten, eigenen Bauabschnitt plant, vermeidet Mängelprotokolle wegen Dingen, die mit dem Bau selbst nichts zu tun haben.

Grob-, Zwischen- und Feinreinigung: drei Stufen, drei Ziele

Baureinigung ist kein einzelner Termin, sondern begleitet das Projekt in Stufen. Die Grobreinigung beginnt, sobald der Rohbau steht und die Ausbaugewerke anrücken. Sie entfernt Bauschutt, Verpackungen, Holzreste und groben Staub, damit nachfolgende Gewerke sauber arbeiten können und niemand über Reste stolpert. Ziel ist ein besenreiner Zustand, mehr nicht.

Die Zwischenreinigung folgt zwischen einzelnen Gewerken, zum Beispiel bevor der Bodenleger kommt oder bevor gestrichen wird. Staub, der jetzt nicht abgesaugt wird, landet später unter dem Bodenbelag oder in der frischen Farbe. Die Feinreinigung, oft auch Bauendreinigung genannt, ist der letzte Schritt vor der Übergabe. Hier wird jede Oberfläche so gereinigt, dass die Räume bezugsfertig sind: Glas streifenfrei, Böden rückstandsfrei, Sanitärobjekte ohne Schleier.

Der richtige Zeitpunkt im Bauablauf

Die Feinreinigung gehört ans Ende, aber nicht zu nah an den Übergabetermin. Planen Sie sie erst, wenn alle Gewerke ihre Arbeiten in den Räumen abgeschlossen haben, also auch Nacharbeiten durch Maler, Elektriker und Fliesenleger. Jeder Handwerker, der nach der Feinreinigung noch einmal mit Leiter und Werkzeug durch die Wohnung geht, macht einen Teil der Arbeit zunichte.

Gleichzeitig braucht es einen Puffer. Fällt bei der Reinigung ein Mangel auf, etwa ein Kratzer im Glas oder eine beschädigte Silikonfuge, muss das zuständige Gewerk noch Zeit zur Nachbesserung haben. Bewährt hat sich folgende Reihenfolge: Abschluss aller Gewerke, interne Vorbegehung, Feinreinigung, Nachbesserung einzelner Mängel mit punktueller Nachreinigung, Übergabe. Bei frisch geöltem oder versiegeltem Parkett gilt zusätzlich die Wartezeit, die der Hersteller für die erste Nassreinigung angibt.

Kurz gesagt

  1. Grobreinigung schafft Ordnung, Zwischenreinigung schützt die Gewerke, Feinreinigung macht die Räume bezugsfertig.
  2. Feinreinigung erst nach allen Nacharbeiten, aber mit Puffer vor der Übergabe.
  3. Zementschleier, Folienreste und Farbe auf Glas brauchen das passende Mittel und Werkzeug, sonst entstehen Schäden.
  4. Abnahme gemeinsam, bei Tageslicht und mit Fotos dokumentieren.

Typische Rückstände und wie sie behandelt werden

Baustaub ist feiner als Hausstaub und setzt sich überall ab, auch in Schränken, Lüftungsgittern und auf Türrahmenoberkanten. Er wird zuerst trocken abgesaugt und erst danach feucht gewischt, sonst entsteht ein schmieriger Film. Zementschleier, der graue Belag auf Fliesen nach dem Verfugen, löst sich meist nur mit einem sauren Reiniger. Auf säureempfindlichen Natursteinen wie Marmor oder Kalkstein ist das tabu, dort braucht es ein anderes Mittel.

Farb- und Kleberreste auf Glas werden nass mit einem Glasschaber entfernt, niemals trocken, damit keine Kratzer entstehen. Folienreste an Fensterprofilen sind ein eigenes Thema: Schutzfolien sollten früh abgezogen werden, denn je länger sie in der Sonne bleiben, desto fester haftet der Kleber am Rahmen. Bleiben Klebereste zurück, helfen nur Mittel, die für das jeweilige Profilmaterial freigegeben sind.

Checkliste je Raum und Bauteil

Die folgende Liste eignet sich als Grundlage für die Abnahme der Reinigung. Gehen Sie sie Raum für Raum durch, am besten bei Tageslicht, weil Schlieren auf Glas und Böden im Kunstlicht oft nicht auffallen.

Achten Sie außerdem auf Stellen, die erst auf den zweiten Blick auffallen: Oberkanten von Türen und Hängeschränken, die Innenseiten von Lüftungsgittern, Silikonfugen in Bad und Küche sowie Lichtschalter in Treppenhäusern. Frische Silikonfugen sollten nicht mit scharfen Reinigern oder Schabern bearbeitet werden, solange sie nicht vollständig ausgehärtet sind.

  • Fenster: Glas innen und außen, Rahmen, Falz und Dichtungen, Entwässerungsschlitze frei, Fensterbänke innen und außen, Griffe ohne Farbe
  • Böden: Sockelleisten, Ecken und Kanten, keine Mörtel- oder Farbspritzer, Fugen ohne Zementschleier
  • Sanitär: WC, Waschbecken, Dusche und Wanne ohne Kalk- und Silikonreste, Armaturen, Spiegel, Fliesenspiegel
  • Küche: Arbeitsplatte, Fronten, Schubladen und Schränke innen, Spüle, Einbaugeräte innen und außen
  • Türen: Türblatt beidseitig, Zarge, Oberkante, Beschläge und Drücker
  • Heizkörper: Lamellen und Zwischenräume, Ventile, Rohre und die Wand dahinter
  • Steckdosen und Schalter: Abdeckungen ohne Farbe und Staub, keine Feuchtigkeit in der Dose
  • Treppen: Stufen, Setzstufen, Handlauf, Geländerstäbe und Treppenauge

Abnahme und Dokumentation

Die Reinigung ist erst fertig, wenn sie abgenommen ist. Gehen Sie mit dem Reinigungsdienstleister gemeinsam durch die Räume und halten Sie offene Punkte schriftlich fest, mit Raum, Bauteil und Foto. So lässt sich später sauber trennen, ob ein Fleck ein Reinigungsthema ist oder ein Mangel eines anderen Gewerks, etwa ein Kratzer im Glas, der schon vor der Reinigung da war.

Hilfreich ist es, den Leistungsumfang vorab festzulegen: Welche Räume, welche Fensterflächen, ob Einbauschränke innen gereinigt werden und ob Außenbereiche wie Balkone, Tiefgarage oder Treppenhaus dazugehören. Je genauer diese Liste ist, desto weniger Diskussion gibt es am Übergabetag.

Fazit

Eine gute Bauendreinigung fällt bei der Übergabe nicht auf, eine schlechte sofort. Wer die drei Stufen im Bauzeitenplan einplant, den Zeitpunkt der Feinreinigung sauber legt und den Umfang vorher schriftlich festhält, geht entspannter in die Abnahme. SevenClean übernimmt Bauendreinigungen in Berlin und Brandenburg mit festem Team und festem Ansprechpartner. Nach einer Besichtigung vor Ort erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden ein verbindliches Angebot.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Wer ist für die Bauendreinigung zuständig?

Das regelt der jeweilige Bauvertrag. Häufig muss jedes Gewerk seinen eigenen Schmutz beseitigen, die Feinreinigung vor der Übergabe wird aber meist gesondert an einen Reinigungsdienstleister vergeben.

Wie lange vor der Übergabe sollte die Feinreinigung stattfinden?

So spät wie möglich nach Abschluss aller Gewerke, aber mit genug Abstand, damit gefundene Mängel noch nachgebessert und die betroffenen Stellen nachgereinigt werden können.

Gehört die Fensterreinigung außen zur Bauendreinigung?

Das hängt von der Vereinbarung ab. Legen Sie vorher fest, ob Glas, Rahmen und Fensterbänke innen und außen gereinigt werden, und klären Sie bei hohen Fenstern, ob eine Leiter genügt oder eine Hebebühne nötig ist.

Was bietet SevenClean bei einer Bauendreinigung?

SevenClean besichtigt das Objekt und legt den Umfang in einem Leistungsverzeichnis fest. Innerhalb von 24 Stunden erhalten Sie ein verbindliches Angebot, ausgeführt wird mit festem Team und dokumentierten Kontrollen.

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Özgür Demir

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